Familien aus der Coastei-Straße

rumänien

 

Roma-familien zwangsgeräumt!

Am 17. Dezember 2010 verloren etwa 350 Menschen (76 Familien) ihre Wohnungen im Zentrum der Kreisstadt Cluj-Napoca durch eine rechtswidrige Zwangsräumung. Betroffen waren in allererster Linie Roma. Vierzig Familien wurden in den entfernten Ortsteil Pata Rât umgesiedelt und in zehn Modulhäusern mit Einraum-Wohnungen untergebracht – in der Nähe der städtischen Mülldeponie und einer Chemieabfallhalde.

 

Die Behörden hatten die Betroffenen vorher nicht zu den Räumungsplänen konsultiert, und die Gemeinschaft hatte keine Möglichkeit, am Entscheidungsprozess teilzuhaben.

 

In den neuen Unterkünften gibt es Wasser, Strom und einfache sanitäre Anlagen, aber keinen Gasanschluss und kein heißes Wasser.

 

„Das Zimmer ist sehr klein. Wasser dringt von außen durch die Wände. Es ist wirklich schlimm, ein Albtraum. Hier kann man mit einer Familie nicht leben. … Nebenan wohnt eine Familie mit 13 Personen, davon elf Kinder; alle in einem Raum“, sagte Marius.

 

„Wir sind Roma, aber wir sind auch rumänische Bürger und haben unsere Rechte. Du musst stark sein, um so zu leben. Du kannst nicht aufgeben. Du musst für deine Rechte kämpfen. Wenn du die Hoffnung aufgibst, dann verlierst du auch die letzte Hoffnung für deine Kinder.“

 

Mehr Infos: https://www.amnesty.at/de/menu13/artikel315/

Families from Coastei-Street

romania

 

roma-families forcibly evicted!

On 17 December 2010, approximately 350 people, the vast majority Roma, were forcibly evicted by local authorities from Coastei Street, in the centre of the city of Cluj-Napoca, north-western Romania. Those evicted were not given any written or detailed communication with sufficient notice - the evicted families were only told on 15 December that they needed to move themselves and their belongings within two days. No consultation with the affected individuals took place prior to the eviction and no feasible alternatives to the eviction were explored. The community were not given the opportunity to challenge the eviction process, or to influence the decisions about their own future.